/ ROSENHEIMBERGETOURISMUS

Mutige Alpinisten eröffnen Basislager unterhalb der Kranzhornalm

Mutige Alpinisten aus der Bergsteigernation Preußen haben am Fuße des Kranzhorns ein Basislager für Hochtouren eröffnet. So soll die Erstbesteigung des Kranzhorns ein voller Erfolg werden.

Auf luftigen 1063 Metern über dem Meeresspiegel hat Friedemar S., passionierter Bergsteiger aus Castrop-Rauxel, gemeinsam mit den Kameraden vom Berg-und-Tal-Club Oer-Erkenschwick ein Basislager errichtet. Wir bei Rosencrime24 haben keine Kosten und Mühen gescheut, uns persönlich ein Bild vom neuen Basislager und seinem illustren Gründer zu machen.

Basislager am Kranzhorn

Wir sind vom Kranzhorn-Parkplatz etwa 100 Höhenmeter zum neuen Basislager aufgestiegen. Die großen Zelte sind schon von weitem sichtbar. Etwa 200 weitere anstrengende Höhenmeter trennen uns ab hier noch von der prunkvollen Kranzhornalm.

Das Basislager ist so spartanisch wie nur möglich eingerichtet. Einmal im Monat versorgt ein Hubschrauber das Basislager mit Wasser und Lebensmitteln. Für mutige Bergsteiger gibt es eine Nachfüllstation für Sauerstoffflaschen.

Vor einem Sturmsicheren Zehn-Mann-Zelt unterhalten wir uns mit Friedemar K. Er trägt einen Hochtouren-Anorak, schwere Tourenstiefel und Steigeisen. „Heutzutage sind ja nur noch Verrückte in den Bergen unterwegs. Bereiten sich alle nicht richtig vor!“

Das Interview wird kurz unterbrochen, als sich ein Jugendlicher mit kurzer Hose und Turnschuhen zwischen uns durch drängelt. Er murmelt irgendetwas von „Sonnenuntergang am Gipfel“. „Nur Verrückte!“, schimpft Friedemar K.

Die Erstbesteigung des Kranzhorns soll erstmals Ende Juli gelingen, wenn die gewaltigen Eismassen am Kranzhorngletscher abgeschmolzen sind. „Am Gipfel werden wir ein Kreuz in diesem unchristlichen Bundesland aufstellen und die Fahne von Castrop-Rauxel hissen!“, ist sich Friedemar K. sicher.

Wir machen uns auf den Weg zurück zum Parkplatz und werden wohl noch länger an die mutigen preußischen Alpinisten zurückdenken.