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Innerstädtisches Verkehrschaos gehört der Vergangenheit an

Die Verkehrslage in Rosenheim ist wirklich prekär. Mit so vielen Verkehrsteilnehmern und so wenig Platz auf den Straßen sind Staus vorprogrammiert. Was also tun im Kampf gegen die Blechlawinen?

Die Lösung ist so offensichtlich wie genial, findet Herbert B., Vorsitzender des Straßenbauamts. Um mehr Bürger zum Radfahren zu bewegen und den restlichen Verkehr zu entspannen, sollen mehr Ampeln für Fußgängerüberwege geschaffen werden (minimal 13,5 pro Straße).

Hat man die Wahl zwischen endlosen Stop-and-go-Fahrten im Auto oder eine rasante Tour über die Rotwelle auf dem Fahrrad, so wird einem schnell klar, was das eigentliche Ziel des Ausbaus ist. Da Radfahrer von Ampeln ausgenommen zu sein scheinen, werden dadurch alle Bewohner gezwungen selbst bei widrigsten Wetterbedingungen auf den Drahtesel zu wechseln.

Die Alternative sind frustreiche Autofahrten mit einem hohen Spritverbrauch. Genial! Das sorgt nicht nur für eine grünere Stadt, sondern führt auch noch zu mehr sportlicher Aktivität der Rosenheimer Bevölkerung.

Die Baumaßnahmen sind bereits von den örtlichen Behörden durchgewunken worden und werden Anfang nächster Woche beginnen. Während der 14-monatigen Bauarbeiten zeigt sich auch hier die Weitsicht der Planung. Das Bauamt sieht vor, alle Ampeln simultan zu installieren. Die Baustellen sind natürlich für alle Fahrzeuge geschlossen. Fahrräder und Baustellenfahrzeuge sind hier augenscheinlich ausgenommen. Damit werden selbst hartnäckige Autofahrer zum Umdenken gezwungen.

Der wirtschaftliche Verlust der örtlichen Unternehmen sei zum Wohle der Umwelt nun mal in Kauf zu nehmen, heißt es in einem Bericht des Bauamts.