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Umbauarbeiten des Lokschuppen gehen voran

Zum Start der neuen Rosenheimer S-Bahn sollen wieder Züge im renovierten Lokschuppen abgestellt werden.

Wer im letzten Jahr die Pharao-Ausstellung im Lokschuppen besucht hat weiß, dass es die vorerst letzte Exposition war. Nicht etwa die Themen sind den Veranstaltern ausgegangen, sondern viel mehr das Geld. Die Besucherzahlen waren trotz der phantastischen Ausstellungen nicht ausreichend, damit sich das Unterfangen auf Dauer rentiert.

Ein neues Modell muss her. Die Inbetriebnahme der neuen S-Bahn (Rosencrime24 berichtete) kommt da gerade recht:

Der Lokschuppen soll wieder zu seinem ursprünglichen Verwendungszweck umgerüstet werden

Die bereits begonnen Baumaßnahmen sollen bis Ende 2019 vollständig abgeschlossen sein. Alle verfügbaren Parkeinheiten sollen dann von der Deutschen Bahn für die brandneuen S-Bahnen verwendet werden.

Damit ein fließender Übergang der Inbetriebnahme entsteht, werden die einzelnen „Garagen“ von West nach Ost saniert und können bei Fertigstellung direkt benutzt werden (siehe Bild).

Die Kosten für das Projekt übernimmt die Bahn. Sie rechnet mit massiven Einnahmen, sobald die S-Bahn-Linien tatsächlich verwendet werden.

„Das Wegfallen dieser kulturellen Ikone ist natürlich Schade. Aber der Fortschritt des Transports ist beinahe ebenso wichtig!“

– Stadtrat Volker Racho

Kultur ist genauso essentiell wie ein vernünftiges Transportnetz. Daher hat die Stadt Rosenheim beschlossen, das Projekt „Museum im Lokschuppen“ nicht einzumotten. Wieder soll ein denkwürdiges und unbenutztes Gebäude umgerüstet und für Ausstellungen hergerichtet werden. Schließlich ist die Bildung unserer Kinder wichtig, damit Rosenheim auch in Zukunft Vorreiter der Industrie bleibt!

Direkt gegenüber des Lokschuppens fanden die Veranstalter ein scheinbar unbenutztes Gebäude. Der ursprünglich für Verwaltungszwecke errichtete Bau ist vermutlich aus dem römischen Reich und wird heutzutage als „Rathaus“ verwendet. Dass dort niemand arbeitet ist zwar bekannt, trotzdem müssen die 76 Angestellten umgesiedelt werden, bevor das Gebäude umstrukturiert werden kann.

Es wird also weiterhin ein kulturelles Programm für Jung und Alt geben. Und dabei müssen keine Abstriche bei der Zukunft des Transports gemacht werden! Effizienz und zeitorientiertes Arbeiten ist nun mal das Steckenpferd der Deutschen Bahn!